Cisco schmeisst sich an China ran

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Was Yahoo und Google können, kann Cisco auch – nämlich Ranwanzen an die Machthaber in Peking. Zum Beispiel, indem man Hilfe bei der Bekämpfung von Falun Gong verspricht.

Der eigenartige Kult mag vielleicht nicht so ein einwandfreies Image haben wie Dalai Lama und dissidente Demokraten, aber dass ein westliches Unternehmen in einer Firmenpräsentation verspricht, den “bösen Kult” und andere “feindliche Elemente” zu bekämpfen, ist eine gelinde gesagt ungewöhnliche Verkaufsstrategie.

Die kann Cisco, wo das entsprechende Marketing-Dokument, nun vor einem Komitee des US-Senats erläutern, das Hearings zum Global Internet Freedom Act durchführt, der Gesetzesinitiative, die sich gegen Internet-Zensur wendet.

In der Power-Point-Präsentation führt Cisco Falun Gong als Musterbeispiel dafür auf, wie man unerwünschte Umtriebe im Internet unter Kontrolle bringt.

Cisco hat bislang zu der Sache erklären lassen, dass  das fragliche Dokument sechs Jahre alt sei und nur zur internen Schulung von chinesischen Mitarbeitern gedient habe. Schön, dass man dann trotzdem prima Geschäfte mit dem Ministerium für öffentliche Sicherheit machen konnte … [gk]

Washington Post