SEC bestraft ehemalige AOL-Manager

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Die US-Börsenaufsicht fand heraus, dass die früheren Angaben zu den AOL-Werbeumsätzen gelogen waren. In der Kasse fehle über 1 Milliarde Dollar.

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) wirft acht ehemaligen Managern des damaligen Konzerns AOL Time Warner (heißt mittlerweile Time Warner Inc.) Betrug vor. Sie hätten die interne Buchhaltung derartig manipuliert, dass die Online-Werbeumsätze in den Bücher von 2000 bis 2002 über eine Milliarde Dollar höher ausfielen, wodurch der Konzern am Markt zu hoch bewertet wurde. Im krassesten Fall habe der Konzern einigen externen Kunden Geld gegeben, um damit Online-Werbung bei AOL zu ordern. Klingt nach Enron.
Vier der Angeklagten konnten per Deal ihren Kopf aus der Schlinge ziehen (sie leisteten zusammen 8,15 Millionen Dollar Strafzahlungen und akzeptierten 7 bis 10 Jahre Berufsverbot), die anderen vier werden vom New Yorker Bundesgericht angeklagt: Finanzchef John Michael Kelly, Senior Executive Steven Rindner, CFO Joseph Ripp und Oberbuchhalter Mark Wovsaniker. Die SEC verlangt Entschädigungen und eine Bestrafung für die Untaten. Der Konzern selber hatte übrigens schon 2005 für die Verfehlungen 300 Millionen Dollar abgedrückt. (rm)

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