Google sorgt für Verhaftung eines Inders

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Der Suchmaschinengigant aus Kalifornien hat ein Eigentor in Sachen Öffentlichkeitsarbeit geschossen: Aktiv half man bei der Verhaftung eines indischen IT-Spezialisten.

Am Wochenende wurde ein Fall bekannt, bei dem ein indischer IT-Spezialist verhaftet wurde, weil er auf Googles Social Networking-Plattform Orkut eine hochrangige Politikerin beleidigt haben soll. Pikant daran: Erst Googles weitreichende Kooperation mit den Behörden ermöglichte die Identifizierung und Festnahme.

Das Verbrechen des 22-jährigen Rahul Krishnakumar Vaid habe lediglich darin bestanden, Mitglied einer Orkut-Benutzergruppe namens “Ich hasse Sonia Gandhi” gewesen zu sein und in seinem Profil “Inhalte von vulgärer Sprache” gehabt zu haben, berichtet die Zeitung Express India. Laut dem “Information Technology Act” sei das ein Verstoß, allerdings seien die Gruppen im Orkut-Portal eigentlich durch die freie Meinungsäußerung gedeckt.

Gandhi steht der Regierungspartei Indiens vor. Ein Mitglied ihrer Partei beschwerte sich schon im Dezember bei der Polizei über die Orkut-Gruppe. Jene schob die Sache an die spezielle Cybercrime-Einheit ab. Die Sondereinheit wiederum wandte sich an Orkut-Besitzer Google und erhielt jede Menge hilfreicher Hinweise, darunter persönliche Informationen über die Benutzer der Gruppe und ihre exakten Veröffentlichungen. Die Polizei nahm ihn daraufhin am Freitagabend fest. Sollten die Vorwürfe gegen ihn bestätigt werden, drohen ihm nebst Geldstrafe bis zu fünf Jahre Haft. (rm)

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