Big Brother: Chicago, my kind of Town

Allgemein

Die Kameraüberwachung wird in der Windy City derart verfeinert, dass nicht nur
Menschen, sondern auch Gegenstände nahtlos durch die Stadt verfolgt werden können.

Das “smarte” Überwachungssystem in Chicago erhielt ein ausgefeiltes Trackingsystem, mit dem Personen oder Gegenstände (Koffer, raubkopierte Datenträger, kritische Presseerzeugnisse) markiert und dann von der Software automatisch über alle verfügbaren Kameras automatisch verfolgt werden. Mit den aufgezeichneten Daten sind dann nachträglich “intelligente Suchen” durchführbar. Da werden Diktatorenträume wahr, lassen sich doch bei genügend Speicherplatz die aufmüpfigen Personen dauerhaft aufzeichnen. Bei Bedarf wird dann schnell nachgeschaut – da findet sich ja immer irgendein Fehlverhalten. Hier eine kleine Testfahrt des systematischen Horrors.
Mit dem Projekt “Virtual Shield” wird der ganze öffentliche Raum in Chicago vor der Freiheit beschützt. Wer das trickreiche System gerade missbraucht, das wird natürlich nicht überwacht. Zunächst werde das komplette Bildmaterial routinemäßig für 30 Tage auf einem Videoserver gespeichert. Das erinnert doch gewaltig an den Film Déja Vu, nur diesmal ohne aufrechte Helden. (rm)

Gulli