OLPC knickt vor Microsoft ein

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Was waren das noch für schöne Zeiten, als Nicholas Negroponte vom 100-Dollar-Laptop mit Open-Source-OS träumte. In der tristen Gegenwart kommt das OLPC-Projekt jetzt unter die Microsoft-Fuchtel.

So hätten es eben viele Länder gewollt, erklärte Negroponte gegenüber BBC News die Entscheidung, den Billigrechner künftig mit Windows auszustatten. Und da die ohnehin eher schleppend eingehenden Bestellungen von dieser Bedingung abhängig gemacht wurden, wird es den XO-Rechner, der preislich derzeit bei 188 Dollar angekommen ist, bald sowohl mit Linux als auch mit XP geben.

Negroponte hätte auf dem XO gerne einen Dual Boot  wie bei Apple-Rechnern, räumt aber ein, dass es da noch technische Schwierigkeiten gibt.

Die XP-Version, bei der Microsoft fast ein Jahr benötigt hat, um sie XO-kompatibel zu bekommen, verteuert den einstigen Billig-Computer um drei Dollar plus sieben weitere für die 2GB-Karte, auf der das OS geliefert wird. [gk]

BBC News