Japan: Virusautor wegen Copyrightverstoß verurteilt

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Das japanische Rechtssystem hat keinen Paragraphen, den man gegen einen Virusautor anwenden kann – also hat ein Gericht einen solchen einfach wegen Verstoß gegen das Copyright dingfest gemach.

Ein japanischer Student wurde heute von einem Gericht verurteilt. Der 24-jährige Masato Nakatsuji, hat einen Virus mit dem Namen Harada geschrieben. Er hat diesen in eine .jpg-Datei eingebaut. Das Problem daran: Das Bild stammt aus einem bekannten Zeichentrickfilm. Da im Land des Lächelns Gesetze fehlen um Virus-Autoren zu bestrafen musste die Staatsanwaltschaft in diesem Fall einen Trick nutzen: Sie verdonnerten Nakatsuji wegen Verstoß gegen das Copyright, schreibt der SMH.

Bereits vor einigen Monaten berichteten wir von diesem Fall. Nun kam es endlich zu einem Urteil. Zwei Jahre Haft auf Bewährung gibt es für den Virusschreiberling – Im Klartext bedeutet dies, dass Nakatsuji nicht ins Gefängnis muss. (mr)

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