Social Networking für Topfblumen

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Twitter ist ein Netz, um mit der daheim gebliebenen Familie Kontakt zu halten. Das soll jetzt sogar für allein gelassene Pflanzen funktionieren.

Nie mehr eine verwelkte Oase nach der Rückkehr vom langen Sommerurlaub, versprechen die Vermarkter eines Bausatzes, welcher die Topfpflanzen mit dem “Botanicalls Twitter” verbindet: Haben sie zu wenig Wasser, so melden sie sich einfach übers Netz bei ihrem Besitzer. Oder beim Housesitter. Oder beim Nachbarn. Oder beim Abo-Service, um ein paar Botanik- und Gartenmagazine zu ordern.

Nein ernsthaft, eine von Studenten gegründete New Yorker Firma bietet den nicht gerade billigen Service Botanicalls an, welcher die wertvollsten und wichtigsten Pflanzen mit Sensoren versorgt. Geben diese Alarm, dann wählt das angeschlossene Kommunikationssystem sich beim Mikro-Blogging-Dienst Twitter ein und setzt eine (vorbereitete) Nachricht ab. Der Pflanzenbesitzer muss zuvor natürlich einen Twitter-Account einrichten und die 160 Dollar für den Bausatz berappen. Etwas Bastelei gehört also auch dazu.

Gut, wenn ein wertvoller Bonsai bedroht wäre, könnte man das noch einsehen. Doch direkt einen Nachbarn oder Housesitter etwas Geld in die Hand drücken, würde das Problem doch auch erledigen. Zumal man fürs Gießen ohnehin einen Helfer benötigt, da das von Jamaica oder Nowosibirsk aus nix wird mit der Gießkanne. (rm)

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