Dell Latitude D630c
Power für den Büro-Alltag

MobileNotebook

Das D630c wirkt auf den ersten Blick nicht außergewöhnlich. Seine Qualitäten offenbart das 14,1-Zoll-Notebook erst bei der genaueren Betrachtung.

Überragende Leistung

Dell Latitude D630c

Nach außen unscheinbar kommt das Latitude D630c von Dell daher: Doch das Business-Gerät hat mehr zu bieten, als sein bescheidenes Äußeres vermuten lässt. Das 14,1-Zoll-Gerät erlaubt beispielsweise im laufenden Betrieb den DVD-Brenner durch einen zusätzlichen Akku zu ersetzen.

Wir haben das D630 zunächst durch unsere üblichen Hardware-Test-Benchmarks geschickt. Die Performance war dabei für ein Business-Gerät überragend. Vor allem in der Prozessorleistung überzeugt das Dell-Notebook. Satte 6626 Punkte erreicht der CPU im Prozessor-Benchmark von PCMark2005. Verantwortlich dafür ist der eingebaute Rechenkern: Verwendet wird in unserer Testausführung ein Core 2 Duo T9500 mit 2,6 GHz Takt, 800 MHz FSB und stolzen 6 MByte L2-Cache. Auch die Speicherleistung sticht sämtliche Konkurrenz wie die kürzlich getesteten Sony VGN-CR31S, Toshiba Tecra M9 und HP Compaq 6510b aus. Selbst in der Festplatten-Performance lässt sich das Gerät nichts nehmen und liefert beachtliche 43,3 MB/s.

Beachtlich: Die Festplattenperformance des Dell-Notebooks ((Ins Bild klicken für vollständige Ansicht.))

Auch die Leistung des eingebauten DVD-Brenners ist zumindest beim Lesen überragend und kopiert unsere 4-GByte-Testdatei in 8:54 Minuten auf die Festplatte. Das HP-Notebook hat für den gleichen Vorgang beispielsweise 9:28 Minuten gebraucht. Die Brenn-Geschwindigkeit ist mit 13:10 Minuten für die gleiche Datei auch gut, aber nicht außergewöhnlich. Auch die Netzwerk-Performance ist für einen 802.11g-Empfänger mit 2445 KByte/s beachtlich und sticht beispielsweise die 1369 KByte des HP-Notebooks deutlich aus. Einziger Kritikpunkt bei der Leistungsmessung ist die verwendete Grafikkarte: Die Messwerte des Dell-Notebooks sind dabei deutlich schlechter als beispielsweise beim kürzlich getesteten Sony Vaio. Trotzdem sollte die Performance zum Abspielen von HD-Videos ausreichen. Zusammenfassend betrachtet sticht das D630c seine Konkurrenz leistungstechnisch gesehen in fast allen Kategorien aus.


Neue Akku-Spitzenwerte

Dell Latitude D630c

Als nächstes haben wir einen Blick auf die Ergonomie geworfen: So sehr das Dell-Notebook uns mit seiner Leistung ins Staunen versetzt hat, umso mehr enttäuscht es durch seine schlechten ergonomischen Eigenschaften. Die praktische Nutzbarkeit der theoretischen Performance ist ein Fiasko. Das Touchpad des D630 ist im PC-Professionell-Touchpad-Test enttäuschend und liefert im bisherigen Testfeld die schlechtesten Ergebnisse. Sowohl die Navigation als auch das horizontale und vertikale Scrollen sind deutlich schlechter als bei der Konkurrenz. Das Touchpad fühlt sich dabei sehr träge und unpräzise an und das zielstrebige Navigieren zu einem bestimmten Bildschirmelement schlägt oft fehl. Auch die Tastatur vermag an der schlechten Bedienbarkeit nichts zu ändern. Der Anschlagspunkt ist hart und lang und die Höhe der Tasten fühlt sich sehr ungewohnt an. Überhaupt haben wir im Test einen klaren Anschlagspunkt der Tastatur vermisst. Die Keys lassen sich dabei sehr weit nach unten drücken, ohne dem Schreiber ein direktes Feedback zu geben. Einziger Trost: Die Enter-Taste ist gut erreichbar und kaum zu verfehlen – dafür zeigt sich die Entfernen-Taste erst nach einigen Sekunden Sucharbeit und ist viel zu klein. Erstaunlich: Obwohl die Tastatur sehr unangenehm zum Schreiben ist, haben wir uns im Test seltener vertippt als mit anderen getesteten Geräten. Auch die Handauflage ist gewöhnungsbedürftig, teils zu kurz und sehr glatt. Alles in Allem ist die Ergonomie des Dell-Notebooks alles andere als überzeugend und bisher die schlechteste im 14,1-Zoll-Business-Notebook-Testfeld – Dafür gibt es in der ergonomischen Wertung nur ein Ausreichend.

Ausstattungstechnisch ist das Dell-Notebook bisheriger Spitzenreiter. Das Gehäuse ist recht stabil und wirkt gut verarbeitet. Desweiteren sind vier USB-Ports, ein Firewire-Anschluss und ein gut verarbeiteter Fingerabdruckscanner verbaut. Vor allem der Fingerabdruckscanner überzeugt im Test und hat eine gute Erkennungsrate, wenngleich die Einrichtung recht komplex ausfällt. Ähnlich wie die bereits getesteten Notebooks wird auch im Dell-Gerät eine 160-GByte-Festplatte eingesetzt. Die kommt aber diesmal nicht von Hitachi, sondern von Seagate, was den besseren Datendurchsatz erklärt.

Die Stärke des Latitude ist allerdings nicht die Ausstattung oder Leistung, sondern die Akkulaufzeit. Im Test bringt es das Gerät mit zusätzlichem Sekundärakku auf einen stolzen Durchschnittswert von 406 Minuten (6:46 Stunden). Das ist neuer Spitzenwert und entspricht exakt dem bisher maximal gemessenen Wert im PC-Professionell-Laufzeittest. Der beim Dell-Notebook maximal gemessene Wert liegt sogar bei 437 Minuten (7:17 Stunden). Ohne Zusatzakku kommt das D630c aber immer noch auf recht akzeptable 189 Minuten (3:09 Stunden).

Auch was den Service angeht kann sich Dell sehen lassen: Online verfügbar sind sowohl E-Mail- als auch Chat-Support. Ebenfalls auf den Dell-Webseiten zu finden sind Software-Updates, Produktinfos und Co. Einzig die Hotline kostet 14 Cent die Minute und ist Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr erreichbar. Zusätzlich bietet der Hersteller auf seine Produkte für einen geringen Aufpreis bis zu 5 Jahre Garantie. Diese Service-Leistung kann sich durchaus sehen lassen und erhält von uns ein Sehr gut – wenn auch nur knapp.


Fazit

Dell Latitude D630c

Das Dell-Notebook ist ein sehr potentes Arbeitsgerät. Mit seiner extrem langen Akkulaufzeit ist es verlässlich und der Dell-Support kann sich wirklich sehen lassen – für den Fall, dass es einmal einen Defekt haben sollte. Alles in Allem ist das Latitude D630c ein sehr überzeugendes Produkt, das sich die Note Gut verdient hat. Für ein Sehr gut fehlt dem Gerät allerdings die nötige Ergonomie. Für langes Arbeiten sollte deswegen eine Dockingstation verwendet werden – oder alternativ externe Tastatur und Maus.

Latitude D630c
Hersteller: Dell
Internet: www1.euro.dell.com
Preis: ab 869 Euro (getestet 1.263 Euro)

Note: gut
Leistung (35%): gut
Ergonomie (25%): ausreichend
Ausstattung (15%): sehr gut
Akkulaufzeit (15%): sehr gut
Service (10%): sehr gut

Technische Daten
Prozessor: Core 2 Duo T9500 (2,6 GHz, 800 MHz FSB, 6 MByte L2-Cache)
Grafikkarte: Mobile Intel 965 Express
Festplatte: 160 GByte Seagate
Display: 14,1 Zoll (1440 x 900 Bildpunkte)
Gewicht: 2.300g
Abmessungen: 33,7 x 23,8 x 3,2 cm (B x T x H)