Anteil raubkopierter Software geht in Deutschland zurück

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2007 wurde in Deutschland weniger unlizenzierte Software eingesetzt als im Jahr zuvor. Da aber die Software-Piraterie in wachstumsstarken Schwellenländern zulegt, war weltweit ein Anstieg zu verzeichnen.

Wie aus einer Untersuchung von IDC im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) hervorgeht, ging der Anteil unlizenzierter Software in Deutschland 2007 um einen Prozentpunkt auf 27 Prozent zurück. Das soll Programmen im Wert von 1,33 Milliarden Euro entsprechen.

Auch in vielen anderen westlichen Staaten sank die Piraterierate leicht – EU-weit von 36 auf 35 Prozent. Luxemburg ist mit einem Anteil von 21 Prozent weltweit das Land mit der zweitniedrigsten Piraterierate hinter den USA (20 Prozent). Der Umsatzausfall durch den Einsatz unlizenzierter Software sank in der EU leicht auf 8,5 Milliarden Euro.

Von den 108 untersuchten Ländern gab es nur in acht einen Anstieg beim Einsatz unlizenzierter Programme. Da es sich dabei jedoch um Länder mit starkem Wachstum und hoher Piraterierate handelt, kletterte der Umsatzausfall um 8 auf 48 Milliarden Dollar. Selbst das Russland den stärksten Rückgang verzeichnete (von 80 auf 73 Prozent), half nicht, da allein Brasilien, Russland, Indien und China mittlerweile etwa ein Drittel des weltweiten Umsatzausfalls ausmachen (14,4 Milliarden Dollar). (dd)

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