Yahoo: Vom Regen in die Traufe

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Steve Ballmer mochte der Yahoo-Vorstand nicht im Hause haben, jetzt bekommt er Carl C. Icahn. Der hat schon der Motorola-Chefetage das Leben zur Hölle gemacht.

Und Icahn hat offenbar Ambitionen: Mit angeblich 50 Millionen Aktien im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar im Rücken hat der Investor es offenbar auf Sitze im Vorstand abgesehen. Dabei dürfte er sich der Unterstützung einer ganzen Reihe frustrierter Yahoo-Aktionäre sicher sein, die lieber beim Microsoft-Angebot Kasse gemacht hätten.

Allerdings gibt es auch zurückhaltende Stimmen. Icahn ist dafür berühmt-berüchtigt, die Interessen der Aktionäre (also vor allem seine eigenen) gegen abweichende Positionen des Managements durchzusetzen – nur gibt es nach dem Rückzug von Microsoft gar keinen echten Alternativkurs zu dem von Yahoo-Chef Yang. Es sei denn, Steve Ballmer hätte schon mal insgeheim signalisiert, dass man ja wieder reden könne, wenn erst der lästige Yang gedeckelt sei. Was aber wiederum reine Spekulation ist. [gk]

New York Times