Sony VGN-CR31S
Für Individualisten – oder jene die es gerne wären

MobileNotebook

Ein weiterer Test aus der Reihe 14,1-Zoll-Businessnotebooks: Sonys CR31S sticht unter den anderen Testkandidaten heraus wie ein bunter Hund. Ist das Gerät nur ein Hingucker oder vermag es wirklich zu überzeugen?

Individualität ist nicht Alles

Sony VGN-CR31S

“Be like no other” (sei wie kein Anderer), lautet das Motto von Sonys Vaio-Rechnern. Zumindest beim CR31S stimmt dieser Spruch. Eigentlich ist das Gerät eher ein Lifestyle-Notebook. Da Sony jedoch keine Business-Notebooks in diesem Format herstellt, mussten wir auf diese Alternative ausweichen – zumal das Gerät sich problemlos auch im Geschäftsumfeld einsetzen lässt. Im Testfeld sticht das CR durch sein außergewöhnliches Äußeres deutlich heraus. Die knallweiße Außenhülle sorgt für den einen oder anderen Hingucker – das Design erinnert dabei ein wenig an Apples MacBooks.

Wir haben das 14,1-Zoll-Gerät zunächst durch unseren Leistungstest-Parcours geschickt, um zu sehen ob es abgesehen von seiner Optik etwas zu bieten hat. Wie bereits in den anderen Tests spielt bei der Leistung gerade der Prozessor die größte Rolle. Eben in dieser Kategorie versagt das Viao-Notebook: Mit nur 5219 Punkten im CPU-Test von PCMark2005 schneidet es deutlich schlechter ab als beispielsweise das kürzlich getestete Toshiba Tecra M9 – mit 6161 Punkten. Schuld ist der Prozessor: Während im M9 ein Core 2 Duo T7700 eingesetzt wird, verbaut Sony im CR einen T8100. Dieser ist lediglich mit 2,1 GHz getaktet und hat mit 3 MByte L2-Cache ein MByte weniger als der T7700. Seinen Rückstand vermag das Sony-Notebook auch in der Arbeitsspeicherleistung nicht aufzuholen. Dafür hängt CR mit seiner ATI Mobility Radeon X2300 grafisch sowohl Toshibas M9 als auch HPs 6510b ab. Auch die Festplattenleistung des Vaio-Gerätes kann sich durchaus sehen lassen. Mit 39,3 MB/s im HD-Tune-Benchmark ist der Datendurchsatz deutlich schneller als bei der Konkurrenz. Dafür ist jedoch der WLAN-Durchsatz mit 1682 KByte/s in NetIO enttäuschend – wenngleich nicht so schlecht wie beim 6510b. Auch die Leistung des eingebauten DVD-Brenners lässt sich bemängeln: Das Kopieren der rund 4 GByte großen Testdatei auf die Festplatte ging zwar mit 9:17 Minuten relativ schnell vonstatten, doch das Brennen der gleichen Datei dauert mit 17:48 Minuten viel zu lang.

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Instabiles Gehäuse und gutes Touchpad

Sony VGN-CR31S

Nach Abschluss der Leistungstests haben wir das Notebook durch unseren Ergonomie-Test gejagt. Auch dabei wurde die PC-Professionell-Testsoftware eingesetzt, die möglichst objektiv zeigen soll, wie gut Touchpad, Tastatur und Co. sind. Das Touchpad ist dabei sehr überzeugend und die Navigation, sowohl vertikal als auch horizontal, geht sehr flüssig von der Hand. Kritikpunkt ist jedoch die Tastatur: Man merkt ihr deutlich an, dass sie nicht für Vielschreiber gedacht ist. Der Anschlagspunkt ist kurz und weich, weswegen sich das Tippen auf dem CR sehr ungewohnt anfüllt und das Antippen falscher Tasten ein Leichtes ist. Pluspunkt für die Tastatur ist jedoch die gut verarbeitete und positionierte Enter-Taste. Diese ist auch blind kaum zu verfehlen. Die Handauflage des CR ist rauh, lang und sicherlich nicht zum langen Arbeiten gedacht, da sie sich nach einer Weile durchaus unangenehm anfühlt.

Das Gehäuse des CR ist größtenteils gut verarbeitet, jedoch missfällt die Konstruktion an einigen Stellen und fühlt sich leicht instabil an – anders als beim HP-Notebook. Ansonsten verfügt das Gerät über 3-USB-Ports, einen Firewire-Anschluss und eine 160 GByte Hitachi-Festplatte – und steht damit beispielsweise dem Toshiba-Notebook in nichts nach. Einzig der fehlende Fingerabdruckscanner führt zu einem größeren Punktabzug. Auch das spiegelnde Display fiel störend auf – ebenso die Betriebstemperaturen des Notebooks. Das CR neigt dazu, im Betrieb sehr warm zu werden. Nun machen das zwar die anderen Notebooks auch – jedoch nicht direkt unter der Handauflage. Im Winter ist ein solcher Nebeneffekt zwar willkommen – im Sommer jedoch ungern gesehen.

Die Akkulaufzeit im PC-Professionell-Laufzeittest liegt bei durchschnittlich bei 177 Minuten (2:57 Stunden), maximal bei 185 und minimal bei 171 Minuten. Auf Grund der hohen Schwankungen und der relativ mittelmäßigen Laufzeit gibt es für das Vaio-Notebook in diesem Bereich nur ein Befriedigend.

Auch was den Service angeht, gibt es abgesehen von dem fehlenden Support-Chat nichts zu bemängeln. Mit vier Jahren maximaler Garantieleistung ist das CR sogar fast schon vorbildlich.


Fazit

Sony VGN-CR31S

Das Sony Vaio VGN-CR31 ist ein günstiger Einstieg in die Businesswelt. Es vollbringt zwar leistungstechnisch keine Wunder, reicht jedoch für die tägliche Arbeit vollkommen aus. Vielschreiber sollten vielleicht lieber zu einem anderen Gerät greifen – alle anderen könnten unbesorgt das CR nutzen – ein gewisses Maß an Individualität vorausgesetzt.

VGN-CR31S
Hersteller: Sony
Internet: www.vaio.sony.de
Preis: 1.199 Euro

Note: befriedigend
Leistung (35%): befriedigend
Ergonomie (25%): befriedigend
Ausstattung (15%): befriedigend
Akkulaufzeit (15%): befriedigend
Service (10%): befriedigend

Technische Daten
Prozessor: Core 2 Duo T8100 (2,1 GHz, 800 MHz FSB, 3 MByte L2-Cache)
Grafikkarte: ATI Mobility Radeon X2300
Festplatte: 160 GByte Hitachi
Display: 14,1 Zoll (1280 x 800 Bildpunkte)
Gewicht: 2.500 g
Abmessungen: 33,5 x 24,9 x 3,2 – 4,25 cm (B x T x H)