Craigslist gegen Ebay – der Gegenschlag

Allgemein

Ebay verklagte die Kleinanzeigen-Plattform, nachdem sich diese mit Finanztricks gegen eine Übernahme wehrte. Craigslist verteidigt sich jetzt mit einem Angriff – ebenfalls vor Gericht.

Die Klage von Ebay lautete, Craigslist habe in ungesetzlicher Weise dafür gesorgt, dass sich Ebays Anteile an Craigslist verringerten. Ebay ist wesentlich an Craigslist beteiligt, wollte aber mehr Einfluss bekommen und mehr Gewinne abschöpfen können.

Die Gegenklage der Craigslist-Gründer lautet, Ebay habe sich als “freundlicher Investor” eingeschlichen, um das Geschäftsmodell zu erkunden und die vertraulichen Informationen für den Aufbau ihres eigenen Konkurrenzangebots Kijiji zu nutzen. Und das werde intern auch “Craigslist-Killer” genannt. Zudem habe Ebay irreführende Werbung bei Google platziert mit blau unterstrichenen Überschriften wie Craigslist.org und Craigslist.com, die jedoch zu Kijiji oder anderen Ebay-Sites führten.

Für diese Untaten will Craiglist jetzt Geld sehen. Ebay solle verurteilt werden, die so eingefahrenen Gewinne zu enthüllen und Schadenersatz zu leisten. Und zwar punitativen Schadenersatz für dieses bösartige Verhalten, was richtig teuer werden könnte.

(bk)

Silicon Alley Insider

Die wahre Geschichte von Ebay und Craigslist