Weiterhin XP-Lizenzen – aber nur für Billigst-Notebooks

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Nicht alle Welt muss auf Vista umsteigen: Microsoft will preisreduzierte XP-Lizenzen für Dritte-Welt-Notebooks anbieten. Die aber müssen recht schwachbrüstig ausgestattet sein.

Kaum ist Microsoft-Vordenker Craig Mundie Chef der Microsoft-Abteilung “Unlimited Potential” (wir berichteten) die sich um Ditte-Welt-Projekte kümmern soll, kommt angeblich ein Angebot des Software-Riesen, Anbietern von Billig-Notebooks mit den Preisen für Lizenzen von Windows XP Home entgegenzukommen. In einem Whitepaper zu “Affordable Computing” (hier als PDF) prpagiert Microsoft selber Billig-Notebooks – mit Windows natürlich.

Allerdings heißt es in US-Medien, die sich auf ein “vertrauliches” Microsoft-Dokument beziehen, dass die PC-Produzenten bestimmte Regeln einhalten müssen. Darunter seien etwa Display-Größen von höchstens 10,2 Zoll und Festplattenspeicher von nicht über 80 GByte. Und einen Touchscreen dürfen die Geräte gar nicht haben.

Kurzum: Microsoft will mit XP noch einmal Geld verdienen, weil die Nachfrage offenbar da ist – der Abgang von XP hin zu Vista hat allerdings einige Anbieter dazu genötigt, wegen des Preises auf Linux umzusteigen – etwa beim ersten EeePC von Asus oder beim XO von OLPC.

In den US-Medien heißt es nun, man mache die Auflagen, um das eigene Preisgefüge nicht zu kannibalisieren. Das “geheime” Dokument steht bislang auf keiner offiziellen Website – vielleicht hart man es absichtlich lanciert, um die Reaktion darauf zu testen und eventuell “nachzubessern”. Möglicheweise handelt es sich nur um eiene aufgewärmte XP Starter Edition, die man schon 2004 in Bangkok ankündigte. (mk)

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