Keine Zigaretten ohne Falten

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Dass Rauchen die Haut altern lässt, erfährt man ja inzwischen von fast jeder Zigarettenpackung. Japans Behörden wollen sich diese Weisheit zunutze machen, um die Jugend des Landes von der Droge Nikotin fernzuhalten.

Nur wer hinreichend Falten im Gesicht hat, soll künftig von den mit Gesichtserkennungs-Software ausgerüsteten Automaten Rauchwaren erhalten – die dürfen ab Juli ihre Produkte  nur noch an Käufer ausspucken, die mindestens 20 sind.

Der Vergleich von Gesichtsmerkmalen des potenziellen Käufers wie Augenfalten, Tränensäcke und Knochenstruktur mit einer Datenbank von 100.000 Musterexemplaren soll verhindern, dass man sich mit erschwindeltem Ausweis in den besitz von Zigaretten bringt – angeblich funktioniert die Technologie mit 90%-iger Sicherheit.

Wer erwachsen, aber mit einem Kindergesicht geschlagen ist, muss zusätzlich den Führerschein in den Apparat schieben und denkt anschließend hoffentlich daran, noch mehr zu rauchen, damit die Haut schön altert. Erfahrungshungrige Teenager dagegen werden wohl weiterhin auf die alte Strategie zurückgreifen müssen, einen Volljährigen zu bestechen. [gk]

Reuters