Wieviel gestohlene Bank- und Kreditkartendaten kosten

SicherheitSicherheitsmanagement

Die Sicherheitsexperten von McAfee sind im Internet über eine Preisliste gestolpert, durch die man schön nachvollziehen kann, wieviel Cyberkriminelle mit dem Verkauf gestohlener Bank- und Kreditkartendaten verdienen.

Wieviel für einen Bank-Account inklusive PIN und Transaktinscodes fällig wird, ist davon abhängig, wieviel Geld sich auf dem Konto befindet und in welchem Land beziehungsweise bei welcher Bank das Konto liegt. So werden beispielsweise für ein Konto mit 22 003 Dollar bei der MBNA America Bank 1500 Euro verlangt, für eines mit 25 663 Euro bei der spanischen Banc Sabadell aber nur 1450 Euro. Ein Citibank-Konto in Großbritannien, auf dem 10 044 Pfund lagern, schlägt mit 850 Euro zu Buche.

Interessanterweise gibt es auch eine Garanie für den Käufer der Daten: klappt das Einloggen innerhalb von 24 Stunden nicht, erhält er die Daten eines anderen Kontos.

Auch Kreditkartendaten werden auf der von McAfee entdeckten Website angeboten, und nicht nur die Kreditkartennummern, sondern das Komplettpaket mit Sicherheitsnummer, Auslaufdatum sowie Namen, Anschrift und Telefonnnummer des Besitzers. Zehn Datensätze aus den USA kosten 450 Euro, zehn aus Österreich 550 Euro und für zehn spanische Datensätze muss man 575 Euro zahlen. Von welcher Bank die Karten vergeben wurden, darf man sich aussuchen.

Darüber hinaus werden auf der Website auch die Zugangsdaten zu den Backends von Online-Shops angeboten sowie Kartenleser, die sich an Geldautomaten anbringen lassen, um Kartendaten zu kopieren. Und damit man sich von der Qualität der Daten überzeugen kann, werden einige Datensätze kostenlos angeboten – zum Ausprobieren.

Mehr dazu gibt es im Weblog von McAfee. (dd)

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