Warner: Verluste? Halb so schlimm!

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Das Bemerkenswerteste an der Musikindustrie ist inzwischen wahrscheinlich, wie sie sich die Lage je nach Bedarf schlecht- oder schönreden kann. Groß in letzterem ist Warner Music-Chef Edgar Bronfman jr.

Ein “brillantes” Ergebnis nennt der Mann die 164 Millionen Dollar, die konzernweit mit Downloads erzielt wurden – schließlich seien da die Margen auch besser als im Geschäft mit physischen Tonträgern.

Und deshalb will Bronfman jr. in Zukunft auch verstärkt auf die weite Welt des Internets setzen – der nächste Meilenstein wird die Eröffnung von MySpace Music im September. In diesem Zusammenhang deutet Warner auch an, dass man derzeit im Umdenken begriffen sei: Statt Verkauf von Musik soll der Zugang zu digitalem Content in Zukunft Geld bringen, weswegen das Unternehmen ja auch einen Experten über Flatrate-Modelle nachdenken lässt.

Der allerdings sollte sich bei seiner Arbeit beeilen, denn die ersten Analysten unken schon, dass die Firma bald ihre Schulden nicht mehr bedienen könne. [gk]

musikwoche.de