Vier Jahre Haft für Alexander Falk

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Der einstige Star der New Economy muss für vier Jahre ins Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er durch Scheingeschäfte Bilanzen und Aktienkurs seines Unternehmens Ision geschönt hatte.

Nach einem dreieinhalb Jahre dauernden Prozess hat das Landgericht Hamburg heute Alexander Falk zu vier Jahren Haft verurteilt. Falk hatte seinen Anteil am bekannten Stadtplanverlag 1996 an Bertelsmann verkauft und in verschiedene Internetfirmen investiert. Er stieg zu einem der Stars der New Economy auf und verkaufte seine Firma Ision im Jahr 2000 für mehr als 800 Millionen Euro an Energis. Als das britische Unternehmen Pleite ging, warf es Falk vor, er hätte mithilfe von Scheinumsätzen den Aktienkurs und die Bilanzen seiner Firma manipuliert, um den Verkaufspreis in die Höhe zu treiben. Das Gericht sah dies als erwiesen an, blieb jedoch mit seinem Urteil hinter den Forderungen der Staatsanwaltschaft zurück, die für eine Haftstrafe von fünf Jahren und neun Monaten plädierte. Die vier mitangeklagten ehemaligen Ision-Manager wurden zu Strafen zwischen zweieinhalb Jahren und acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Verteidigung hat bereits angekündigt, gegen das Urteil vorgehen zu wollen. (dd)

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