Freenet verliert Kunden und Umsatz

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Der Übernahme-Poker der vergangenen Monate hat bei Freenet Spuren hinterlassen. Der Umsatz des Konzerns ging zurück und im DSL-Geschäft verliert man Kunden.

Im ersten Quartal 2008 erwirtschaftete Freenet einen Umsatz von 442,3 Millionen Euro, und damit weniger als im Vorjahresquartal, als man noch 452,4 Millionen Euro erreichte. Lediglich im Webhosting-Bereich und im Breitbandgeschäft konnte man den Umsatz steigern; das Portalgeschäft sowie die Bereiche Mobilfunk und B2B-Services mussten Einbußen hinnehmen.

Im Mobilfunkgeschäft hat man mit den weiter sinkenden Preisen zu kämpfen. Denn obwohl die Kundenzahl in den ersten drei Monaten des Jahres um 120 000 auf 5,82 Millionen zulegte, sank der Umsatz auf 276,7 Millionen Euro. Im vierten Quartal 2007 waren es noch 301 Millionen Euro gewesen, im ersten Quartal des vorigen erreichte man mit 5,12 Millionen Kunden noch einen Umsatz von 279 Millionen Euro.

Zudem kann der Umsatzanstieg auf 80 Millionen Euro im Breitbandgeschäft nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch dort kriselt. Die Kundenzahl brach von 1,28 Millionen zum Jahresende 2007 auf 1,19 Millionen ein – Freenet zufolge ein Ergebnis der Übernahmeversuche von United Internet, das einige Vertriebspartner kostete, und der Verzögerungen bei den Beauftragungen und Umschaltungen von Anschlüssen durch die Deutsche Telekom.

Beim EBITDA konnte Freenet leicht zulegen, auf 69 Millionen Euro. Wegen hoher Abschreibungen sanken allerdings EBIT und Konzernergebnis deutlich: das EBIT lag im ersten Quartal 2008 bei 26,2 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 50,9 Millionen Euro), das Konzernergebnis bei 12,3 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 49,9 Millionen Euro). (dd)

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