Forscher: Videospiele führen nicht zu Jugendgewalt

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Resumee nach Langzeitstudie: Spiele erzeugen nicht Gewalt, sondern Sozialkompetenz.

Das US-Wissenschaftlerpaar Lawrence Kutner und Cheryl Olson von der Harvard Medical School untersuchten über einen Zeitraum von zwei Jahren 1200 Schülerinnen und Schüler im Alter von mindestens 10 Jahren und veröffentlichten ihre Ergebnisse in ihrem Buch: “Grand Theft Childhood: The Surprising Truth About Violent Video Games and What Parents Can Do”.

Die hier beschriebene überraschende Wahrheit über Videospiele ist, dass es keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Gewalt auf dem Bildschirm und Gewalt im Alltag gibt. Inquirer-Leser sind hier womöglich weniger überrascht, aber der gesellschaftliche Konsens geht immer noch davon aus, dass aus jungen Killerspielern zwangsläufig junge Amokläufer werden. Das Gegenteil ist der Fall: die Kids bauen beim Ballern Stress ab.

Cheryl Olson gegenüber der Presse: “Wenn sie eine gute Beschreibung von 13jährigen Kids suchen, die gewalthaltige Spiele mögen: die lokale Fussballjugendmannschaft”. Im Gegenteil, fügt Lawrence Kutner hinzu: “Bei männlichen Jugendlichen ist es ein Gefahrensignal, wenn sie überhaupt keine Videospiele spielen, weil Spiele in dieser Generation ein Mass für soziale Kompetenz darstellen”.

In anderen Nachrichten vom selben Tag erfahren wir, dass die Bundesregierung den Gesetzesvorschlag von Mutti von der Leyen zur weiteren Einschränkung von Computer- und Videospielen verabschiedet hat. Eine Zustimmung der Mitte-Rechts-Mehrheit im Bundestag gilt als sicher. Da frage ich mich: wer hat diese Regierung eigentlich gewählt? Ich jedenfalls nicht. [fe]

Reuters
TGDaily
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