Gericht: Torrentspy soll 110 Millionen $ an MPAA abdrücken

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Die Hollywood-Lobby feiert es bereits als Präzedenzurteil. Tatsächlich begründet es sich darauf, dass Torrentspy absichtlich Beweismittel beseitigt hatte.

Torrentspy schuldet der MPAA 110 Millionen $ an Schadenersatz für Urheberrechtsverletzungen, urteilte die Richterin Florence-Marie Cooper nach einem zweijährigen Verfahren. Die Firma hat ihr Verzeichnis von Bittorrent-Dateien längst geschlossen und dafür einerseits finanzielle Probleme angeführt und andererseits den Wunsch, die Privatsphäre ihrer Nutzer zu schützen.

Der Richterspruch sei als “Warnung für ähnliche Sites” zu verstehen, ließ sich der vorlaute Dan Glickman von der Motion Picture Association of America (MPAA) umgehend vernehmen. Tatsächlich liegt der Fall hier aber anders als in anderen Verfahren. Zum Urteil gegen Torrentspy führte vielmehr, dass die Firma Beweismaterial vernichtet und gegen richterliche Auflagen verstoßen hatte.

Die Schadensberechnung erfolgte aufgrund von 3699 Filmen und Shows, denen jeweils ein Wert von 30.000 $ zugebilligt wurde, was eine Summe von 110.970.000 $ bildet. Über die schöne Summe Geldes wird sich die MPAA allerdings nicht freuen können, nachdem Torrentspy längst die Geschäfte eingestellt hat.

(bk)

Techdirt

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