IT-Erfinder, -Manager und -Käufer
Die100 einflussreichsten Menschen in der IT (6)

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Wir sind den Top100 unserer US-Kollegen weiter nachgegangen. Heute: Auf Platz 38 bis 27 finden sich viele für uns Deutsche Unbekannte – und dennoch sind sie einflussreiche Menschen.

IT-Impulsgeber 38.35

IT-Erfinder, -Manager und -Käufer

Der Erfinder des Web liegt nur noch auf Platz 35: sein Einfluss ist zwar noch groß, aber nicht mehr so stark wie er einmal war. Dafür rutschen Wirtschafts-Theoretiker, neue Innovatoren ud Manager weiter nach vorne in der Liste.

Platz 38: Andrew McAfee
Dozent, Harvard Business School

Dieser McAfee hat nichts mit der gleichnamigen Securityfirma zu tun, sondern gilt als “Fackelträger” für Web 2.0-Techniken und Philosophien bei Unternehmens-Anwendungen. McAfee beschreibt in seinen Vorträgen den Einfluss von IT-Technologien auf Unternehmen und ihr Management.

Platz 37: Michael Howard
Security Program Manager, Microsoft

Howard ist Co-Autor von Micosofts “Security Development Lifcycle“. Sein Einfluss ist so groß, dass auch Unternehmen außerhalb des Microsoft-Umfelds ihre eigenen Versionen des SDL implementieren. Das Buch beschreibt Methoden, wie Software mit möglichst wenig Bugs produziert werden kann – von Security-Analysen bei der Entwicklung bis hin zur richtigen Vorbereitung von Strategien, wenn doch noch Fehler auftauchen.

Platz 36: Kevin Martin
Vorsitzender, US-Telekommunikations-Kommission

Martin zeigt, wo es langgeht in der Telekommunikation in den USA – und beeinflusst damit auch die Anbieter, die sich im zusammenwachsenden Bereich von Daten- und Kommunikationstechniken bewegen – und wie wir im Rest der Welt mit entsprechenden Produkten umgehen.

Platz 35: Tim-Berners-Lee
Director, World Wide Web Consortium

Berners-Lee ist der Erfinder des mittlerweile 15 Jahre alten World Wide Web. Er entwickelte das Übertragungsprotokoll http und die Seitenbeschreibungssprache HTML. Als Chef des WWW-Konsortiums entscheidet er über Web-Standards mit und denkt schon jetzt über die Zukunft nach: das semantische Web.


IT-Impulsgeber 34-31

IT-Erfinder, -Manager und -Käufer

Platz 34: Steve Mills
Senior Vice President Group Executive, IBM

Mills ist der “Oberwachhund” über sämtliche Software-Aktivitäten von IBM. Mills gilt als der zweitmächtigste IBM-Mann direkt nach Big-Blue-Chef Sam Palmisano. Er gilt als Architekt der Software-Zukäufe IBMs in den vergangenen Jahren und als Kopf hinter den lösungsorientierten Ansätzen der 5 Software-Sparten des Konzerns.

Platz 33: Rollin Ford
CIO, Wal-Mart

Ford, der IT-Chef der weltweit größten Handelskette, setzt die Technik-Richtung für sein Unternehmen und viele externe Dienstleister. Er setzt damit nahtlos die Arbeit fort, die sein Vorvorgänger Randy Mott dort als Outsourcing-Stratege einführte: Die gnadenlose IT-Steuerung dritter Dienstleister durch ein internes Management-Team. Ford gilt als einer der frühen tatsächlichen Anwender von RFID-Technik im Handel und setzte damit einen Trend in Gang.

Platz 32: Paul Otellini
Vorstandsvositzender und CEO, Intel

Otellini hat Intel wieder auf Kurs gebracht, nachdem das Schiff ins Schlingern geraten war. Seinen Entscheidungen ist – nach unangenehmen “Aufräumarbeiten” – zu verdanken, dass Intel nicht mehr nur alleine auf die schnellste Taktung achtet, sondern sich auch mit technischen Neuerungen wieder gegen Konkurrent AMD durchsetzen kann. Otellini wird nachgesagt, dass er mit persönlichem Einsatz Apple-Chef Steve Jobs dazu bringen konnte, auch Intel-Chips einzusetzen.

Platz 31: John Halamka
CIO, CareGroup Health System, Harvard Medical School und Harvard Clinical Research Institute

Dr. Halamka ist nicht nur CIO gleich für mehrere große US-Gesundheits-Unternehmen, sondern berät auch Microsoft und Google zum Thema Healthcare – sei es bei der medizinischen Suche oder bei der Software-Entwicklung. Als Vorsitzender des US Healthcare Information Technology Standards Panel (HITSP) setzt er zudem Standards zum Datenaustausch in der Gesundheitsindustrie.


IT-Impulsgeber 30-27

IT-Erfinder, -Manager und -Käufer

Platz 30: Brendan Eich
CTO, Mozilla Corp.

Eich entwickelte seinerzeit bei Netscape die Sprache Javascript. Dass diese inzwischen für Business-Applikationen über Ajax-Oberflächen (Asynchronous JavaScript and XML) wichtig ist, hält er einerseits für einen Witz und andererseits für einen Fluch. Eich ist bei der OpenSource-Gruppe Mozilla, die er mit ins Leben rief, Verfechter eines Javascript 2.0, um Business-Applikationen, die zunehmend über das Web und ganze “Clouds” verschiedener Rechner im Netz ablaufen, sicherer zu machen (Seine Präsentation von der Ajax-Konferenz End 2007 finden Sie hier). Bei der Mozilla-Foundation ist er vor allem für die reibungslose Funktion der OpernSource-Software verantwortlich.

Platz 29: Eva Chen
CEO, Trend Micro

“Unter Chens Führung liefert Trend Micro kontinuierlich Security-Software, die die Konkurrenz aussticht”, begründen die eWeek-Kollegen ihre Auswahl. Nach den Security-Tests der Amerikaner mag dies sogar zutreffen, und innovativ ist Chen sicherlich. Doch ein Europäer hätte bei dieser Begründung vermutlich eher den russischen Experten Ivgeni “Eugene” Kaspersky gewählt, dessen Firma meist am schnellsten auf neue Bedrohungen reagiert – oder Mikko Hypponnen, CTO der finnischen Firma F-Secure, die als Pionier bei Managed Security gilt.

Platz 28: Scott Guthrie
Corporate Vice President, .Net Developer Platform, Microsoft

Guthrie ist verantwor
tlich für mehrere Entwicklungsteams bei Microsoft, die Visual-Studio-Tools und .Net-Framework-Techniken entwickeln. Als Mitbegründer der .Net-Aktivitäten Microsofts und derzeit führend bei der Entwicklung des Flash-Konkurrenten Silverlight und des nächsten Internet Information Servers beeinflusst er sehr stark den Einsatz von Microsoft-Technologien in Unternehmen. In seinem eigenen Blog schreibt er bescheiden, er baue nur “ein paar Produkte für Microsoft”.

Platz 27: Azim Premji
Vorstandsvorsitzender, wipro Technologies

Der indische Unternehmer leitet die Firma Wipro schon sei 1966. Derzeit ist Wipro mit einem Umsatz von 5 Milliarden US-Dollars und einer globalen Präsenz einer der führenden IT-Dienstleister aus Indien. Als die Firma aus Bangalore begann, verkaufte sie erst einmal Pflanzenöle für die Nutzung in Küchen – Premji, der schiitische Muslim, der in Stanford studierte, übernahm die Firma des Vaters mit 21 und baute sie um. Laut Forbes zählt er inzwischen zu den 25 reichsten Menschen der Welt. Wie Bill Gates setzt auch Premji sich mit einer Foundation für wohltätige Zwecke ein – insbesondere der Schulbildung junger armer Inder widmet sich seine Organisation.

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