Yahoo sucht Gespräch mit Microsoft

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Nach der geplatzten Übernahme herrscht beim Portalbetreiber Ernüchterung, der plötzliche Rückzug von Microsoft kam wohl ziemlich überraschend. Eigentlich würde man gerne weiterverhandeln.

Dass Microsoft sein gerade erst nachgebessertes Übernahmeangebot zurückzieht, hat offenbar auch Yahoo überrascht. »Wir haben verhandelt, um eine gemeinsame Basis zu finden, und am Samstag haben sie sich entschieden zu gehen«, zeigt sich Yahoo-Chef Jerry Yang im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters ernüchtert.

Lange hatte man sich geziert, um noch ein paar Milliarden herauszuholen – offenbar zu lange. Die Aktionäre straften Yahoo dafür bereits ab und verkauften gestern in großem Stil ihre Anteile, der Aktienkurs des Unternehmens fiel in den Keller. Kein Wunder, dass man nun wieder das Gespräch im Microsofts sucht. Von Reuters darauf angesprochen, ob man eine Tür für Microsoft offen lassen würde, erklärte Yang: »Wenn sie irgendetwas neues zu sagen haben, sind wir offen dafür. Ich bin mehr als gewillt zuzuhören.« (dd)

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