Neue AMD-Beschuldigungen gegen Intel

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Und noch einmal behauptet AMD, Intel habe große US-Firmen zur Verteidigung seines Monopols bezahlt und unter Druck gesetzt.

Die wettbewerbsrechtlichen Vorwürfe AMDs gegen Mitbewerber Intel nehmen kein Ende – oder wurden wiederaufgewärmt. Eine neue Eingabe, die AMD beim US-Bezirksgericht in Delaware machte, wurde gestern veröffentlicht. Demnach wurden einige große US-Computerfirmen bezahlt und sogar unter Druck gesetzt, damit sie nur Intel-Chips verwenden.

AMD nennt IBM. Hewlett-Packard; Dell, Acer und Lenovo; schreibt das Wall Street Journal. Weil laut einem Gerichtsbeschluss zufolge keine Geschäftsgeheimnisse offengelegt werden dürfen, seien aber viele Stellen in dem 108-Seiten-Dokument geschwärzt worden. AMDs Anwalt Charles P. Diamond von der Kanzlei O’Melveny & Myers LLP in Los Angeles erklärte gegenüber dem WSJ : “Aber wir nennen Namen.”

Intel behauptet, man habe sich an das Wettbewerbsrecht gehalten – und Rabatte seien auf dem Markt für CPUs üblich. AMDs Beschwerde laufe darauf hinaus, dass AMD sich darüber beklage, dass Intel effizienter sei, schrieb Intel in einer Erwiderung auf AMDs Eingabe.

AMDs erste Kartellklage mit diesen Inhalten wurde bereits im Sommer 2005 eingereicht. Seit Juli 2007 läuft ein Verfahren der EU, das Intels Geschäftsmethoden durchleuchten will. Der Kampf der beiden Chip-Unternehmen wird weiterlaufen. Intel hat sich nach einer “Säuberungsaktion” finanziell wieder gefangen, AMD muss derzeit Arbeitsplätze abbauen. (mk)

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