Safari: Apples Pusch-Trick zahlt sich aus

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Auf DAUs setzen, um den Marktanteil drastisch zu erhöhen? Steve Jobs zeigt mal wieder, wie das geht.

Im März verfügte Apples Webbrowser Safari 3.1 unter Windows über einen vernachlässigbaren Marktanteil von 0,07 Prozent. Der vermehrte sich im April auf 0,21 Prozent. Auch noch kein stolzer Wert, aber immerhin das Dreifache. Der Marktanteil von Safari 3.0 hatte sich zuvor über Monate hinweg kaum entwickelt. Die Leute von Market Share haben diese Zahlen erfasst und mit einer schönen Grafik illustriert.

Am 18. März hatte Apple begonnen, Safari als Update für ganz andere Anwendungen zu puschen. Wer zum Beispiel Itunes auf dem Rechner hatte, ohne das Apple die Ipods nicht befüllen lassen möchte, bekam Safari als Update präsentiert. Seit dem 18. April hat Apple dieses Verfahren leicht modifiziert, belässt es aber bei der zweifelhaften Methode der Update-Überrumpelung, um den bekannt unsicheren Browser auf Windows-Rechnern zu platzieren. Hat Apple durch dieses Vorgehen Safari-Marktanteile unter Windows gewonnen, fragt Market Share und kommt zum Schluss: “Die Antwort lautet ja.”

Wir überlassen hier unserem Leser Paul Schale das Wort, der diese Entwicklung in seinem Kommentar schon am 25. März prophetisch beschrieb:

“Ein pikanter Punkt ist vielleicht auch, dass so Statistiken ‘gepusht’ werden. Ich sehe es schon kommen, demnächst gibts ne Meldung die in etwa so lautet: ‘Safari mit deutlichem Marktanteil-Zuwachs bei Windows-Systemen’
Haha, und diese Ergebnis haben wir dann den ganzen ‘Erst-Klicken-Dann-Denken’-Trotteln zu verdanken, die (würde mich nicht wundern) vermutlich noch die Überzahl ausmachen.
Und wenn Apple erst mal so einen großen Pseudo-Anteil besitzt, werden sich User den Safari auch noch vorsätzlich bzw. freiwillig holen.
My dear mister singing club!”

(bk)

The Inquirer UK

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