Freenet will nach Debitel-Übernahme niedrigere Preise durchsetzen

MobileMobilfunkNetzwerke

Im Interview mit dem Focus erklärte Freenet-Chef Eckhard Spoerr, man wolle die Netzbetreiber zu Preiszugeständnissen zwingen.

Mit dem Debitel-Kauf steigt Freenet zu einem sehr wichtigen Mitspieler auf dem Mobilfunkmarkt auf und will dies nutzen, um sich günstigere Preise für die Nutzung von Mobilfunknetzen zu sichern. »Gemeinsam mit Debitel stellen wir eine große Marktmacht dar. Wir entscheiden mit darüber, welche Telefonnetze ausgelastet werden«, sagte Spoerr dem Magazin Focus. »Das wird ein neues Spiel der Kräfte sein«, so Spoerr weiter, schließlich hätte man 19 Millionen Kunden und sei damit die Nummer Drei auf dem Markt.

Im Falle von United Internet, das den Zusammenschluss von Freenet und Debitel zu verhindern suchte, weil man selbst gerne das DSL-Geschäft von Freenet übernommen hätte, übte Spoerr Kritik. Man hätte versucht, die Unsicherheit bei Freenet zu erhöhen, um das Unternehmen zu zerschlagen und dafür auch »Aufsichtsräte unter Druck gesetzt«. Nun hofft Spoerr allerdings, dass United-Internet-Chef Ralph Dommermuth darauf verzichtet, den 1,6 Milliarden-Euro-Deal juristisch zu torpedieren. »Ich gehe davon aus, dass Dommermuth ein guter Verlierer ist und das Unternehmen schon aus eigenem Interesse als Aktionär nicht behindern will.« (dd)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen