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Microsoft-Steuer als Bedrohung für Schwellenländer

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Experte: Bis zu 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gibt eine Nation wie Brasilien für Microsoft-Lizenzen aus. OpenSource als ökonomische Überlebensstrategie.

Auf der Basis offizieller Zahlen der jeweiligen Regierungen sowie des Microsoft Annual Report 2007 errechnete Gustavo Duarte, ein aus Brasilien eingewanderter US-Programmierer, den Kostenfaktor Microsoft. So fand er, dass der Gesamtwert von Microsoft Windows und Office (laut MS Annual Report 07) einen Anteil von 20,1 % am Bruttoinlandsprodukt des Schwellenlandes Brasilien erreicht. Im Privatsektor liegt der Anteil der MS-Lizenzen demnach bei 7,8 Prozent. Für die USA errechnete Duarte 1,06 % für Businesslizenzen und 0,5 % für den Privatbereich.

Für uns Einwohner eines der reichsten Länder der Erde mögen diese Zahlen übertrieben erscheinen, setzt man sie aber in Verhältnis zum Durchschnittseinkommen in Zweit- und Drittweltländern, versteht man besser, warum OpenSource in diesen Nationen eine so zunehmend wichtige Rolle spielt, und warum andererseits die USA eine so massive Politik des “Geistigen Eigentums” verfolgen. [fe]

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