BitTorrent-Klage verschwindet spurlos

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Vor drei Jahren erhob die MPAA Anklage gegen den Betreiber einer Torrent-Seite. Ohne Folgen.

Ändert sich die Politik der Rechte-Industrie? Oder handelte es sich von Anfang an um einen potemkinschen Krieg gegen Privatkopie und P2P? Im März 2005 sorgten Anwälte der Filmlobby-Organisation MPAA (Motion Picture Association of America) für die Schliessung der Torrent-Seite DVDr-core. Der Brite Alex Hanff wurde der Copyright-Verletzung beschuldigt, auch wenn ihm keine direkte Verbindung nachgewiesen werden konnte. In Folge der Anklage und der Presseberichte darüber verlor er seinen Job.

Allerdings ist heute, drei Jahre später, keine Spur von einem Gerichtsverfahren zu sehen, so dass man von einer stillschweigenden Einstellung des Verfahren ausgehen muss. Man könnte diesen Fall also als Beispiel dafür ansehen, dass P2P-Gerichtsverfahren nicht mit ernsthafter, zielorientierte Absicht geführt werden, sondern nur um Schrecken zu verbreiten und die Marktposition einzelner Unternehmen zu zementieren. Zumindest ist Autor Ben Jones vom berichtenden TorrentFreak-Weblog dieser Ansicht. [fe]

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