Kommen die Duft-Übertragungs-Handys?

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Zwei deutsche Unternehmen gaben bekannt, ein Patent für die Handy-Übertragung von Düften angemeldet zu haben.

Wenn das nicht wieder ein Rohrkrepierer wie das prominente Dotcom-Blasen-Opfer Digiscents.com ist (hier im Internet-Archiv zu finden): Das ” Institut für Sensorikforschung und Innovationsberatung” (isi GmbH) und die Fima conVisual gaben eine gemeinsame Pressemitteilung heraus,in der sie die Patentanmeldung für eine Anwendung bekanntgaben, “die es dem Nutzer erlaubt, Düfte auf ein entsprechend ausgestattetes Handy zu verschicken”.

Darauf wurden die Kollegen vom Dienst intern.de aufmerksam und machten sich so ihre Gedanken. Zum einen handle es sich nur um den ersten Schritt im Patenverfahren: die Anmeldung. Es sei aber nichts Technisches dabei, und nicht einmal ein Prototyp werde erwähnt.

Das Begleitfoto sei “etwas ungünstig gewählt”, doch unabhängig davon solle man die Pressemitteilung ohnehin mit etwas Vorsicht genießen. Die Autoren der Meldung hätten ich offenbar auch Gedanken gemacht, wie man künftig duftenden Spam abwehren kann – aber nirgendwo stehe ein Wort über einen Prototypen. Zwar sei es nicht ausgeschlossen, dass eine solche Technik machbar ist. Doch mehrere Ankündigungen der letzten Jahre zu ähnlichen “Duftübertragungssystemen” seien trotz Prototypen schon gescheitert: der Markt braucht sie nicht.

So einen Reinfall wolle man den beiden deutschen Firmen natürlich nicht wünschen, schreibt intern.de – ob der Autor dabei an mögliche Stinkbomben per SMS dachte, teilte er nicht mit. wer sieht, dass die isi GmbH auch eine Marktforschungsfirma ist, macht sich ohnehin Gedanken, ob dies nur ein Test über den Ausgang einer Falschmeldung sein könnte – diese sammeln sich ja im internet zuhauf.(mk)

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