Toshiba büßt für HD-DVD-Pleite

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Auch Toshiba hat dieser Tage seine Bilanz vorgelegt. Die HD-DVD-Pleite schlägt deutlich zu Buche: 95 Prozent weniger Gewinn hat der Konzern im letzten Quartals seines Geschäftsjahres gemacht.

Toshiba bekommt die Einstellung des HD-DVD-Business deutlich zu spüren: Mit 1,25 Milliarden Yen (7,61 Millionen Euro) wurden im ersten Jahresquartal 2008 95 Prozent weniger Überschuss erwirtschaftet als Vergleichsquartal 2007. Die zu erwartenden Verluste hatte die japanishe Wirtschaftszeitung TheNikkei bereits im März vorhergesagt.

»Unser Nettogewinn ist wegen des Endes des HD-DVD-Geschäfts stark gefallen«, äußerte sich Toshiba-Sprecherin Hiroko Mochida. Wie erwartet entstanden die Verluste vor allem durch die Schließung von Fertigungs-Straßen für HD-DVD-Hardware und die Abwicklung von Lagerbeständen. Nach langem Ringen um die Nachfolge der DVD mit der Blu-ray-Fraktion entschloss sich Toshiba erst am 19. Februar, Entwicklung und Produktion von HD-DVD-Playern, -Recordern und sonstigem HD-DVD-Zubehör einzustellen (wir berichteten).

Anderen Sparten des Konzerns geht es jedoch gut – Toshibas Produktpalette reicht von Notebooks über Fernseher bis hin zu Atomkraftwerken-, weshalb der Umsatz in Q1/2008 lediglich um drei Prozent auf umgerechnet 8,1 Milliarden Euro fiel. Auch soll es im laufenden Fiskaljahr 2008/2009 wieder aufwärts gehen: Toshiba rechnet mit einem Gewinnanstieg von zwei Prozent. (tk/mk)
(Tomshardware – www.pc-professionell.de)

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