Sun-Chef: Alle MySQL-Erweiterungen bleiben OpenSource

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MySQL bleibt Open Source, betont Jonathan Schwartz von Sun. Man werde keine “Fork” (das Auseinanderdriften von Entwicklungszweigen) riskieren.

Die Datenbank MySQL, bislang mit offenem Quelloder frei verfügbar und zusätzlich noch für Geschäftskunden mit erweiterten Funktionen als kostenpflichtige Lizenz, wird künftig vielleicht noch offener als der bisherige MySQL-Chef Marten Mickos glaubte. Denn Mickos, jetzt bei Sun für den Geschäftsbereich verantwortlich, hatte sich bei der OpenSource-Entwicklergemeinde unbeliebt gemacht, als er erklärte, neue Unternehmensfunkionen in MySQL 6 wie Verschlüsselung und Komprimierung würden nur zahlenden Kunden verfügbar gemacht.

Auch, wenn schon die schwedische MySQL AB vor ihrem Aufkauf durch Sun im Januar kostenpflichtige Varianten ihrer Software für Unternehmenskunden anbot, setzte sich Mickos mit seinen Ideen in die Nesseln. Denn sobald ein Riese wie Sun hinter einer derartigen Ankündigung steckt, zieht er den Zorn der freien Entwicklergemeinde auf sich.

Auf der Web-2.0-Konferenz von O’Reilly in San Francisco erklärte Sun-Chef Schwartz nun auf eine Frage aus dem Publikum, ob er einen bevorstehenden “Fork” von MySQL befürchtete, man werde alles, was Sun veröffentliche, frei unter einer Open-Source-Lizenz anbieten. Aus und Basta. Und selbst Marten Mickos hätte schon auf die Reaktionen zu seinen “öffentlichen Überlegungen” bemerkt, dass eine Proprietarisierung für bestimmte Zielgruppen “eine schlechte Idee” sei.

Und so wird MySQL vielleicht noch offener als bisher – Schwartz sieht wohl durch die Masse der kommerziellen Anwender einträgliche Geschäfte bei den Service- und Supportverträgen – die viele Firmenkunden ja selbst haben wollen. (mk)

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