Nokia zahlt an Stiftung, NRW verzichtet auf Subventionen

Politik

Im Streit um die für das Nokia-Werk in Bochum gezahlten Subventionen scheint es eine Einigung gegeben zu haben. Wie das Magazin Focus erfahren hat, zahlt Nokia an eine Stiftung, im Gegenzug verzichtet das Land NRW auf die Rückzahlung der Fördergelder.

Dem Focus zufolge zahlt Nokia 30 Millionen Euro in die Stiftung Growth for Bochum, die vor allem Unternehmensgründer im Bereich Mobilfunk und IT-Technologie fördern soll, die sich am Standort des Nokia-Werkes ansiedeln. Die nordrhein-westfälische Landesregierung verzichtet auf die Rückzahlung der Subventionen, die Nokia für das Werk in Bochum erhalten hatte.

Nokia hatte im Januar angekündigt, sein bochumer Werk schließen zu wollen und die Produktion nach Rumänien zu verlagern. Das rief heftige Proteste hervor, da das Werk profitabel arbeitete. Zwischen dem Handy-Hersteller und dem Land NRW kam es zum Streit, da man unterschiedlicher Auffassung darüber war, ob die Bedingungen für die Zahlung von Fördergeldern eingehalten worden seien oder nicht. Das Land forderte rund 60 Millionen Euro zurück – Nokia weigerte sich zu zahlen. (dd)

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