Holografischer Speicher ist die Zukunft (immer noch)

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Schon HAL 9000 in 2001: Odyssee im Weltraum verfügte über ein holografisches Gedächtnis. Nur kaufen konnte man so etwas bis heute nicht. Was sich im Mai 2008 endlich ändern soll.

InPhase wagt es, die Speichertechnologie zu vermarkten, über die seit den 70er Jahren euphorisch spekuliert wurde. Unter der sinnigen Bezeichnung Tapestry kündigt die Firma für nächsten Monat ein Gerät zum Preis von 18.000 $ an. Auch der Preis einer Disc zur Speicherung von 300 GB erscheint mit 180 $ nicht eben günstig. Der angepeilte Markt ist die langfristige Archivierung. Die 5,25-Zoll-Disc in einer Cartridge soll 50 Jahre halten, was zum Beispiel für Film- und Videofirmen interessant sein könnte.

Wie das funktioniert? Zwei aufeinander abgestimmte Laserstrahlen, ein Referenz- und ein Signalstrahl, schaffen ein Interferenzmuster, das auf einem photosensitiven Medium aufgenommen wird. Zum Lesen beleuchtet ein Referenzlaserstrahl das aufgenommene Muster, um das Hologramm und die enthaltenen Daten wieder sichtbar zu machen. Ein ausführliche Erklärung gibt der Hersteller hier.

Die Vorteile der holografischen Speicherung, so InPhase, bestehen vor allem in der wesentlich höheren erzielbaren Datendichte, schnelleren Transferraten und der längeren Haltbarkeit.

inphase-tapestry.jpg

(bk)

ZDNet

InPhase