Freenet-Aktionäre proben den Aufstand (Update)

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Nun stimmte am Wochenende zwar der Aufsichtsrat des Providers einer Debitel-Übernahme zu, doch zugleich regt sich in den Reihen der Aktionäre Unmut über die Fusion.

Allen voran Freenet-Großaktionär United Internet will aus Eigeninteresse natürlich den 1,6 Milliarden Euro teuren Kauf des etwas größeren Konkurrenten Debitel verhindern. Mit dieser Haltung scheinen sie plötzlich nicht mehr allein zu sein, denn weitere Aktionäre revoltieren offen gegen die Pläne von Freenet-Chef Eckhard Spoerr. So berichtete gestern die Welt, dass acht bedeutende Freenet-Aktionäre dem United-Chef Ralph Dommermuth direkt ein Aktienpaket von immerhin 32,6 Prozent der Firma zum Kauf angeboten hätten.

Würde Dommermuth darauf eingehen – eine entsprechende Finanzierung vorausgesetzt – besäße er damit in der Summe eine komfortable Mehrheit von knapp 60 Prozent. Damit scheint die Sache wieder offen zu sein. Zumal Freenet-Vorstand und -Aufsichtsrat angeblich nicht auf die Aktionäre hören wollen. Da könnte sich womöglich auch ein verbissener Rechtsstreit anbahnen. (rm)

Foto: Freenet

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