Gates: Open-Source-Software ist unverbesserlich

Allgemein

Freie Software ist böse, böse, böse. Das verkündete Microsofts Noch-Chairman Bill Gates ausgerechnet bei einer Veranstaltung, bei der er sich eigentlich als Wohltäter der Menschheit darstellen wollte.

Wenn er am 1. Juli seinen Job als Chairman abgibt und sich ganz philanthropisch der Bill & Melinda Gates Foundation widmet, dann steht zu befürchten, dass er die Zeit nutzt und mit solchen Botschaften um die Welt zieht. Nach Gates’ Rede im Institute for Systems Biology in Seattle wagte ein Wissenschaftler nach dem möglichen Einsatz freier Software in der medizinischen Forschung zu fragen.

Da kam er an den Richtigen. Es gebe kostenlose Software (die auch Microsoft in Entwicklungsländern spende) und Open-Source-Software. Und bei Open Source gebe es “dieses Ding namens GPL, mit dem wir nicht einverstanden sind”. Open Source schaffe vielmehr eine Lizenz, die bewirke, “dass niemand die Software jemals verbessern kann”.

Und weil es gerade um das Medizinwesen ging, fiel ihm noch ein abgehobener Vergleich ein: “Ich denke, wenn man Medikamente entwickelt, dann sollte man etwas dafür verlangen können.”

Glaubt er jetzt vielleicht schon, die Software seiner Firma hätte eine gesundheitsfördernde Wirkung?

(bk)

Wired

Studie: Open Source verursacht jährliche Schäden von 60 Milliarden