Ermittlungen gegen T-Mobile und Vodafone wegen Preisabsprachen

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Das Bundeskartellamt hat ein Missbrauchsverfahren gegen T-Mobile und Vodafone eingeleitet. Die beiden Mobilfunker sollen Absprachen getroffen haben, um die Wettbewerber zu behindern.

Nach Informationen der Financial Times Deutschland haben die Kartellwächter T-Mobile und Vodafone in der vergangenen Woche einen umfangreichen Fragenkatalog zukommen lassen, in dem diese bis Ende Mai Auskunft geben müssen über die Entwicklung von Preisen, Umsätzen, Gewinnen, Kundenzahlen, telefonierten Minuten und das Verhältnis zu den Serviceprovidern wie etwa Debitel. So will man überprüfen, ob die beiden Unternehmen ihr Verhalten untereinander abgestimmt und sich bei einzelnen Tarifmodellen abgesprochen haben.

Angestoßen hat das Verfahren laut FTD der niederländische Konzern KPN, zu dem E-Plus gehört. Dort hatte man sich in der Vergangenheit wiederholt über »eine Schieflage des Wettbewerbs« auf dem deutschen Mobilfunkmarkt beschwert und den Verdacht geäußert, dass es »ein wettbewerbsschädliches Verhalten der dominierenden Anbieter« gäbe. (dd)

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