Bundesnetzagentur versteigert Frequenzen für Breitbanddienste

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Auch die Frequenzen der gescheiterten UMTS-Anbieter Quam und Mobilcom kommen erneut unter den Hammer. Ob die Frequenzen nach der Auktion für UMTS, WiMax oder andere Dienste genutzt werden, will die Bundesnetzagentur allerdings nicht vorschreiben.

Die Bundesnetzagentur hat angekündigt, weitere Frequenzen für Breitbanddienste versteigern zu wollen. Es handelt sich um ein Spektrum von 270 MHz in den Frequenzbereichen 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz und damit die bislang umfangreichste Frequenzversteigerung der Behörde. Zu den Frequenzen zählen auch die UMTS-Frequenzen, für die Quam und Mobilcom im Jahr 2000 jeweils mehr als 16 Milliarden Mark ausgaben. Beide mussten die Frequenzen jedoch 2003 zurückgeben; die Bundesnetzagentur (damals noch Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) entschied, die Frequenzen erneut zu versteigern.

Anders als bisher will die Bundesnetzagentur dieses Mal nicht vorschreiben, für welche Dienste die Frequenzen genutzt werden. Ob die Auktionsgewinner sie später für UMTS, WiMax oder andere Angebote nutzen, bleibt ihnen überlassen. »Mit einer flexiblen Ausgestaltung der Nutzungsbedingungen im Sinne einer größtmöglichen Technik- und Diensteneutralität sollen sowohl potentielle Neueinsteiger als auch bereits agierende Netzbetreiber in die Lage versetzt werden, sich langfristig den Erfordernissen eines dynamischen Marktes zu stellen. Durch diesen Ansatz kann eine Vielzahl von unterschiedlichen Geschäftsmodellen realisiert werden«, erklärte Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Behörde hat die Vergaberegeln festgelegt (PDF) und geht davon aus, dass die Frequenzen 2009 vergeben werden. (dd)

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