Ballmers Tanz um Yahoo

Allgemein

Der alte Rosstäuscher erklärt, Microsoft brauche Yahoo nicht unbedingt. Ob das zum Verhandlungspoker gehört oder nicht – Microsofts eigene Mitarbeiter sind von einer Fusion so wenig begeistert wie die von Yahoo.

Auch innerhalb Microsofts rumort es inzwischen, wie das Wall Street Journal mitbekommen hat. Unruhe über den geplanten Yahoo-Deal gebe es in zwei Bereichen: Erstens die Leute in Microsofts Online-Diensten, die sich um ihre eigene Zukunft sorgen. Und zweitens die in anderen MS-Abteilungen, die glauben, dass Microsoft ganze andere Probleme hat. Die Aufgabe, Yahoo zu assimilieren, könne die Aufmerksamkeit des Managements und andere Ressourcen zu sehr beanspruchen und davon abhalten, auf andere drängende Herausforderungen zu reagieren.

“Ist Microsofts Ballmer ein schlechter Deal-Macher?” fragt die Tageszeitung USA Today bereits in einer Überschrift und weist dezent darauf hin, das Yahoo-Gebot habe geholfen, Microsofts Börsenwert an einem der frühen Februartage um mehr als 20 Milliarden $ zu reduzieren.

Richard Roll, ein Management-Professor, der sich als führender Autor einer Studie mit den Fusionen und Übernahmen beschäftigte, die 2589 CEOs von 1740 US-Firmen in 11 Jahren ankündigten, bescheinigt Microsofts CEO Ballmer eine langsame Leitung:

“Manche lernen schneller als andere. Es sieht nicht so aus, als lerne Mr. Ballmer so schnell.”

(bk)

Silicon Valley Insider

USA Today