Microsoft geht mit Live Mesh in die Wolken

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Auch Microsoft macht jetzt voll in Cloud Computing. Es ist das erste große Projekt des neuen Software-Chefs Ray Ozzie in der Nach-Bill-Gates-Ära.

Live Mesh heißt die neue Plattform, die erstmal nur eingeladene Gäste nutzen dürfen, deren Zahl auf 100.000 begrenzt ist. Und alles findet in den Datenzentren von Microsoft statt. Auf der Web-2.0-Konferenz in San Francisco wurde das Angebot offiziell angekündigt.

Die Synchronisation von Daten erfolgt webbasiert, während es auf die Art des Endgeräts immer weniger ankommt. PCs und Mobiltelefone, Medienplayer und Spielekonsolen, alle machen mit im Mesh. Live-Mesh-Ordner synchronisieren sich von selbst, und sie können von mehreren Teilnehmern zugleich genutzt werden. Eine weitere Mesh-Stufe erlaubt es, aus einem Webbrowser heraus andere Geräte zu steuern. Eine auch für Drittanbieter offene API erlaubt weitere Live Services, zum Beispiel für Online-Datenspeicherung, Newsfeeds und P2P-Verbindungen.

In der Testphase unterstützt die Plattform nur Windows XP / Vista, später sollen aber auch Apple Macs mit ins Mesh dürfen. Auch in der Browserwelt öffnet sich Microsoft in der Ozzie-Ära und erlaubt nicht nur IE, sondern auch Safari und Firefox den Zutritt. In einem Strategie-Memo erklärte Ozzie: “Über die letzten zehn Jahre hat das PC-Zeitalter einem Zeitalter Platz gemacht, in der wir das Web als Mittelpunkt erleben.”

Möglichst viel Windows soll aber offenbar auch weiterhin dabei sein: “Wir streben an, Windows, Windows Live und Windows Mobile zu verbinden, indem wir eine übergangslose Erfahrung schaffen, die diese Angebote umfasst.”

(bk)

Seattle Post-Intelligencer

ZDNet

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