Kann auch Blu-ray den DVD-Markt nicht retten?

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Schön, wenn man Sieger geworden ist – aber hilft das auf einem untergehenden Boot? Die Umsatzrückgänge bei herkömmlichen DVDs kann Blu-ray jedenfalls offenbar nicht wettmachen.

Für März, den ersten Verkaufsmonat nach dem Untergang von HD DVD, vermelden die Marktforscher von Redhill zwar für Blu-ray einen Marktanteil von 81% bei den DVDs der nächsten Generation, bei den traditionellen Filmscheiben sieht es dafür duster aus.

Hatten Kinofilme auf DVD weltweit 2006 noch 25 Milliarden Dollar eingespielt und 23,1 Milliarden im letzten Jahr, werden für dieses Jahr “nur” noch 21,4 Milliarden erwartet.

Und wer sich einen der immer noch teuren Blu-ray-Player zulegt, hat anschließend offenbar kaum noch Geld, um sich auch die dazugehörigen Filme anzuschaffen: Durchschnittlich drei Blu-ray-Filme haben US-Haushalte mit passender Gerätschaft sich in dem sogenannten “Adaptionszeitraum” zugelegt – bei der Einführung der DVD wares es in der gleichen Zeitspanne 30.

Signifikante Besserung für die Umsatzzahlen erwarten die Experten erst dann, wenn  Stand-alone-Geräte unter die 200-Dollar-Grenze fallen; aber auch dann würden die Kunden wohl nur Upgrades für diejenigen Filme erwerben, bei denen es optisch richtig zur Sache geht. [gk]

Yahoo / Reuters