eBay verklagt Craigslist

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eBay ist mit einigen Entscheidungen des Craigslist-Managements unzufrieden und hat den Kleinanzeigendienst, an dem man mit 28,4 Prozent beteiligt ist, verklagt.

2004 stieg eBay bei Craigslist ein und übernahm für eine nicht genannte Summe 28,4 Prozent des Kleinzeigendienstes. Nun gibt es allerdings Stress, denn wie die New York Times berichtet, hat eBay Aktionärsklage gegen Craigslist eingereicht. Die Craigslist-Führung soll einige Schritte unternommen haben, die eBays wirtschaftlichen Interessen zuwider laufen, heißt es zur Begründung. Näher erläutert wird das nicht, sondern lediglich erklärt, dass sich der eBay-Anteil dadurch um mehr als zehn Prozent verringern würde.

Bei Craigslist zeigte man sich von der Klage überrascht und schreibt von »unbegründeten Anschuldigungen«. Man hätte eBay als Minderheitseigner stets gut behandelt und wolle dies auch weiter tun, trotz der unglücklichen Entwicklung.

Der New York Times zufolge sind die Beziehungen zwischen eBay und Craigslist aber schon immer eher frostig gewesen. Schließlich hat das Auktionshaus mit Kijiji.com ebenfalls ein Kleinanzeigenportal an den Start gebracht. Zudem ist wohl auch nicht ganz klar, wie eBay an seinen Craigslist-Anteil gelangte. eBay zufolge hatte man die Beteiligung direkt mit dem Craigslist-Management ausgehandelt. Craigslist-Gründer Newmark zufolge kaufte das Auktionshaus einem Angestellten, der den Kleinanzeigendienst verließ, seine Anteile ab. (dd)

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