Apple kauft Chipentwickler P.A. Semi

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270 Millionen $ soll das Startup-Unternehmen kosten, das Mikroprozessoren entwickelt. Wofür braucht Apple denn das?

Eine nahe liegende Erklärung wäre, dass Apple beim Iphone auf die stromsparenden Chips von P.A. Semi setzt. Aber will Apple wirklich in das harte und gnadenlose Halbleiter-Geschäft? Die Chips exklusiv in eigenen Produkten einsetzen? Dagegen spricht, dass eine Firma wie Apple allein nicht die Stückzahlen verarbeiten kann, die für eine wirtschaftliche Produktion unerlässlich sind.

Aber vielleicht geht es nur um die Entwickler? Mit P.A. Semi bekommt die Firma auch den Gründer und renommierten PowerPC-Chipentwickler Dan Dobberpuhl und seine 150 Mitarbeiter. Das wären weniger als 2 Millionen $ je Entwickler. Den Preis bezahlte auch schon Cisco, um fähige Entwickler abzugreifen.

Mit eigenen Entwicklern könnte Apple den Hebel ansetzen gegen die Lieferanten Samsung und Intel. Mit eigenen Patenten, notfalls als Tauschmaterial einzusetzen, könnte Apple in die Entwicklung neuer Chipdesigns hineinreden. Und es könnte helfen, wenn über Preise und Liefertermine verhandelt wird.

Vielleicht hat Valleywag sogar recht mit der Vermutung, Steve Jobs wolle damit vor allem sein eigenes Ego fördern. Weil er mit den Chipentwicklern bisher nicht so umspringen konnte wie mit den eigenen Mitarbeitern.

(bk)

Valleywag

Forbes