Anti-Killerspiele-Kreuzzügler greift Mutter eines Game Publishers an

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Jack Thompson, Anwalt und besessener Kämpfer gegen das Videospiele-Unwesen, lief mal wieder Amok. Und machte den Chairman von Take-Two bei dessen eigener Mutter als “Hersteller von Mord-Simulations-Software” schlecht.

Über seine juristischen und anderweitigen Eskapaden war hier schon öfter zu berichten. Nachdem er mit seinen Ansichten bei Gericht nicht so richtig Gehör fand, versuchte er jetzt den Chef des Spielepublishers Take-Two bei dessen eigenen Mutter zu verpetzen und warf ihr unter Einsatz von Bibelsprüchen schwere Erziehungsfehler vor.

Er schrieb ihr einen geharnischten Brief, in dem er sie darüber aufklärte – für den Fall, dass sie das noch nicht wissen sollte -, dass Strauss Zelnick Chairman eines echt üblen Ladens namens Take-Two sei und verantwortlich für das Mord-Simulations-Spiel Grand Theft Auto, das in einigen Ländern verboten wurde.

Thompson schlug ihr vor, das Spiel einmal selbst zu spielen “oder jemanden zu finden, der noch niemanden umgebracht hat”, um es für sie zu spielen und ihr darüber zu berichten. Er unterstellte nebenbei, das von ihrem Sohn verantwortete Spiel sei für eine Serie von Polizistenmorden verantwortlich.

Weiter polterte Thompson in seinem Brief, “die Pornografie und Gewalt, mit der Ihr Sohn handelt, ist die Art von Zeug, für die sich die meisten Mütter schämen würden, wenn sie sähen, wie ihr Sohn es in die Hände der Kinder anderer Mütter gibt”.

Höhepunkt der Moralattacke auf die Mutter bestand in einem Bibelspruch, den Thompson zitierte. Und das war ausgerechnet so ein Spruch, der Schläge und andere Gewalt gegen Kinder lobpreist, um “ihnen die Weisheit zu schenken”.

(bk)

The Inquirer UK

Diehard Gamefan

Inquirer über Jack Thompson