OOXML: Norwegischer Vertreter packt über Abstimmung aus

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Kein Wunder, sondern Menschenwerk war’s, das Microsoft die ISO-Zustimmung zu OOXML beschert hat. So erzählt’s jedenfalls ein inzwischen zurückgetretenes Mitglied der zuständigen Kommission.

In einem kuriosen Abstimmungsverfahren sei die Zahl der zunächst anwesenden 30 Personen in mehreren Stufen ständig reduziert worden. Zunächst sollten drei Vertreter von Standard Norway und gut zwei Dutzend Experten die eingereichten Kommentare durchsehen und darüber entscheiden. Dabei habe es zunächst nicht so ausgesehen, als hätte sich viel an der ursprünglichen Nein-Position geändert.

Da es aber keine Konsens-Meinung gegeben habe, habe der Vertreter von Standard Norway, der die Sitzung leitete, erklärt, die Entscheidung sei allein Sache seiner Organisation. Zwar seien noch vier Sachverständige herangezogen worden (darunter der nationale Microsoft-Lobbyist), doch als auch die sich nicht einigen konnten, hätten es die Vertreter von Standard Norway untereinander ausmachen wollen.

Selbst diese reduzierte Demokratie erwies sich aber als nicht ohne Tücken – einer der Drei blieb bei seinem Nein. So habe der Sitzungsleiter dann beschlossen, die Sache ganz allein zu entscheiden, und sei bei einem klaren Ja gelandet, was die anderen Teilnehmer der Veranstaltung dann irgendwie nicht mehr völlig überraschte. [gk]

Slashdot

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