Mit dem GPS zur Trauerstunde

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Wenn schon ökologisch begraben, dann aber richtig: Wer sich in Australien in einem Koala-Schutzgebiet unter die Erde bringen lässt, ist für die trauernden Hinterbliebenen nur noch per GPS auffindbar.

Zurück zur Natur, auch wenn’s mit den Füßen nach vorne ist: Diesem Trend will ein neuer Öko-Friedhof in New South Wales Rechnung tragen. Wer sich entscheidet, hier zur letzten Ruhe anzutreten, kommt in einen biologisch abbaubaren Sarg und kann sicher sein, nach seinem Ableben der Umwelt keine Schäden durch Treibhausgase (bei Verbrennen), Chemikalien (bei Einbalsamierung) oder Raubbau an Regenwäldern (bei Edelholzsarg) zuzufügen.

Damit sich die Kunden des Ökofriedhofs nicht zu nahe kommen, wird jede Grabstelle mit ihren GPS-Koordinaten festgehalten und eine Mindestdistanz von fünf Metern versprochen. Trauergäste können sich ein Gerät ausleihen, das sie an die Grabstätte führt, und dabei darüber kontemplieren, dass das umweltfreundliche Grab mit 2.000 australischen Dollar auch noch billiger ist als die konventionelle Methode, für die man 3.000 Dollar zahlt. [gk]

Sydney Morning Herald