Microsoft verklagt Mutter wegen Anti-Chat-Programm

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Der Softwaregigant möchte die Mutter von drei Kindern vor Gericht sehen, weil diese in einem vor ihr entwickelten Programm unrechtmäßig das Kürzel MSN nutzte.

Bereits im April hat Microsoft eine einstweilige Verfügung gegen Carola Eppink erwirkt. Die Niederländerin ist Mutter von drei Kindern und Entwicklerin einer Kindersicherungssoftware. Diese soll die Internet-Tätigkeiten der Sprösslinge kontrollieren und gegebenenfalls einschränken. Auch ermöglicht die Software den E-Mail- und Messenger-Verkehr nach bestimmten Schlüsselwörtern zu filtern, schreibt die Nachrichtenagentur AFP.

Zunächst nannte Eppink die Software MSNLock. Woraufhin sich der Softwaregigant eingeschaltet hat. “Wir gaben die Idee auf, weil Microsoft Druck auf uns ausgeübt hat”, meint Gerard Ghazarian, ein Geschäftspartner der Entwicklerin. Jetzt muss lediglich die Frage der Domainnamen geklärt werden, weswegen Microsoft nun mit einem Gerichtsprozess reagiert hat. Eppink hat ihre Software in der Zwischenzeit in Benzoy umbenannt. Die Frage der Domainnamen wird voraussichtlich diesen Mittwoch vor Gericht bereinigt. (mr)

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