Microsoft lockt mit der Abo-Falle

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Bekanntermaßen träumte Billyboy schon lange davon, die Microsoft-Kunden zu einer regelmäßigen monatlichen Zahlung zu verdonnern. Nun, kurz vor seinem Abgang, probiert es der Konzern noch aus, ob sich die Abnehmer dazu verführen lassen.

Unter dem Codenamen “Albany” testet Microsoft nun ein Paket aus Software & Service. Das klingt wie bei den teuflischen SIV-Zertifikaten erst einmal vielversprechend: “Microsoft Office Home and Student 2007” gepaart mit Office Live Workspace (für Gruppen- und Familieneinsatz) sowie Windows Live OneCare, dem Sicherheits-Backup-Service. Hinzu gibt es noch die Online-Ergänzungen Live Mail, Live Messenger und Photo Gallery. Das Bundle wird in einem Rutsch installiert. Nette Idee: Sobald eine der Komponenten in einer neuen Version erscheint, wird sie automatisch dem (ständig zahlenden) Kunden rübergeschoben.
Sooo, was könnte einem nun an diesem Modell missfallen?
* Zunächst einmal dürfte es nur wenige PC-Systeme geben, die noch gänzlich ohne ein Office-Paket sind.
* Das H&S-2007er gibt für unter 100 Euro an jedem dicken Baum (z.B. 99 Euro bei Amazon).
* Den Online-Collaboration-Service haben die wenigsten Konsumenten nötig, denn im Team wird nicht gar so häufig an Dokumenten geschraubt.
* Wer Windows Live OneCare tatsächlich haben will, kann sich den Service auch einzeln abonnieren (ab 50 Euro im Jahr).
* Die drei letztgenannten Web-Services verteilt Microsoft ohnehin umsonst.
Warum sollte man also in die tiefste Albany-Provinz segeln? Wo es doch Virenscanner als Public-Domain, Office-Pakete für lau oder kleine Münze und dann auch noch die Google-Apps gibt? Von den mit Software vollgestopften Rechner-Offerten (nicht nur der Discounter) ganz zu schweigen. Vielleicht hat Microsoft deshalb noch nicht verraten, welche Abo-Gebühren sie sich für Albany vorstellen. (rm)

ValleyWag