England: Fototouristen sind potentielle Terroristen

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Sie planen einen Urlaub in Großbritannien? Dann lassen Sie die tolle neue digitale Spiegelreflex am besten zu Hause. Sie wollen ja nicht verhaftet werden…

Ein Mann wurde laut BBC von den Behörden belangt, weil er keine Kamera-Lizenz vorweisen konnte. War das (a) 1968 in der Sowjetunion, (b) 1988 in Nordkorea oder (c) 2008 England? Richtig, Antwort C! Die Angst vor Terror, Privatsphäre und den vielen Fremden im Land treibt die Paranoia im Land in ungeahnte Abgründe. Nun werden also alle Amateurfotografen (also auch Touristen) verdächtigt, den nächsten Ablageort für Bomben auszuspähen. Das erfuhr gerade Phil Smith (49) am eigenen Leib, der mitten in seiner privaten Fotosession von einem Polizeioffizier gestoppt und nach seiner gültigen Kameralizenz befragt wurde. Weil er die nicht hatte (woher auch?), wurde er gleich mal gefilzt. Dann musste er seine Digitalfotos vor Ort löschen (!) und schwören, keine weiteren Fotos zu machen.
“Da waren aber Leute, die nach wie vor mit ihren Handys und Digicams Aufnahmen machten. Nur meine Spiegelreflex sah professionell aus, daher zog man mich aus der Menge heraus”, wunderte sich Smith. Er soll aber bei weitem nicht der einzige Fall von Fotoverbot gewesen sein, denn die Affäre erreichte bereits die Aufmerksamkeit diverser Politiker, die das Vorgehen der Behörden nun im Unterhaus zum Diskussionsthema machen wollen. Good night & good Luck! (rm)

BBC