HP schickt Drachen zur Vorratsdatenspeicherung

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Um Gesetze zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung zu erfüllen, müssen Netzbetreiber in entsprechende Systeme investieren. Hewlett Packard liefert dazu jetzt eine neue Version seines Datensicherungspakets DRAGON.

Unter dem Titel “Der Drachen ist los” preist Hewlett Packard Deutschland die Verfügbarkeit seiner neuen Version von “Retention and Guardian Online” (DRAGON) an. Während alle Welt über die Gesetze zu Vorratsdatenspeicherung schimpft – inklusive der damit verbundenen Kosten – , liefert HP schon die passende Lösung: mit dieser “können die Betreiber von Telekommunikationsnetzen und Service Provider jetzt noch besser die gesetzlichen Anforderungen erfüllen”, schreibt HP.

“Sie sind dazu verpflichtet, für einen bestimmten Zeitraum Verbindungsdaten von Telefonaten, Messaging- und Internet-Kommunikation zu sammeln und zu speichern”, fasst der Anbieter zusammen, was zuvor in Gesetzestexte im Namen der Terrorbekämpfung gegossen wurde und anschließend zu Stürmen der Entrüstung vor allem bei Datenschützern führte.

So nennt HP die “Integration mit Systemen, die das legale Abhören durch Ermittlungsbehörden ermöglichen” als Neuerung. Zusätzliche Funktionen für die Datenintegrität würden den “Datenschutz noch weiter optimieren”. Und auch Linux-Systeme könne man jetzt mit der neuen Version abhören.

Das DRAGON-System besteht aus einem Paket von Hard- und Software sowie Dienstleitungen und wird laut Hewlett-Packard schon in 10 EU-Staaten verwendet- Wer da die Daten für die entsprechenden Regierungsbehörden speichert, nennt HP vorsichtshalber nicht, doch “einer der großen Festnetzbetreiber” in Deutschland würde für neue Breitbanddienste das System in Anspruch nehmen, ein spanischer Mobilfunkbetreiber sei ebenfalls Kunde und ein “führender europäischer Betreiber” würde damit sowohl analoge Verbindungen als auch VoIP-Kommunikation mitloggen. (mk)

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