Gehen die Selbstzerstörungs-DVDs zu früh kaputt?

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DVDs, die nach dem Abspielen nur noch 48 Stunden laufen sollen, erreichten nicht einmal diese Zeit in einem Test.

Die “Einmal-DVD”, die kürzlich in einem Pilotprojekt ausprobiert wurde (wir berichteten) hat für viel Wirbel und Diskussionen gesorgt. Die Kollegen von Toms Hardware Page wollten erst einmal herausfinden, wie der Selbstzerstörungs-Mechanismus eigentlich funktioniert, besorgten sich ein paar Scheiben und machten den Dauertest.

Ergebnis: Derartige Angebote sind in Italien, Frankreich und Skandinavien erfolgreich eingeführt und sogar billiger als eine Standard-DVD. Und technisch gesehen entsprechen sie dem Standard. Doch sobald die Rotation im Player begonnen hat, wird (laut Hersteller der DVD-D) das Steuerungsmenü deaktiviert – der Player kann es dann nicht mehr lesen.

Es passiert allerdings noch mehr: Kleine Löcher in den Scheiben – mit einer darin verstecken Flüssigkeit – scheinen für den Zerstörungsmechanismus verantwortlich zu sein. Doc so waren im Dauerbetrieb aus den angegebenen 48 Stunden weniger als 24 Stunden geworden – die Einmal-DVD geht offenbar schneller kaputt, wenn sie permanent abgespielt wird und die Flüssigkeit noch mehr zerstören kann als nur das Steuerungsmenü.

THG schreibt: “Einen Schaden hat weder der DVD-Player noch der Verfasser dieses Artikels erlitten. Nur die DVD hat sich selbst zerstört und ist weder am Player noch in einem PC-Laufwerk lesbar”. Die Medienindustrie kann sich zwar freuen – doch wer will etwas gegen Kriminelle tun, die die “Einmal-DVD” auch nur einmal “rippen”, um die Kopien des (einmal) aufgezeichneten Filmes vielfach zu vermarkten? Und wie passt das Einmal-Modell mit dem Recht auf eine Privatkopie zusammen? (mk)

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