IBM probt die Migration auf Macs

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Bislang ist es nur ein kleines Pilotprogramm. Das Ergebnis aber ist überraschend.

Das Programm wurde im Oktober 2007 gestartet, um zu klären, ob der Umstieg einer größeren Zahl der weltweit 300.000 Mitarbeiter auf die Mac-Plattform denkbar wäre. Offenbar hat man es auch bei IBM mehr als satt, an Windows gefesselt zu sein, und ist auf der Suche nach einer vielfältigeren Zukunft des Cross-Platform-Computing.

Als mögliche gute Gründe führt ein internes IBM-Memo auf: die geringere Anfälligkeit von Macs für Sicherheitsrisiken, die breite Akzeptanz in der akademischen Welt (zu der IBM enge Verbindungen pflegt), eine angenehmere Entwicklungsumgebung – und ja, weil neue Mitarbeiter sie einfach haben wollen, verdammt!

Es wurde vorsichtig angetestet mit 24 Forschungsmitarbeitern von IBM, die vom traditionellen Windows-Thinkpad auf ein Macbook Pro umsteigen durften. Von denen erklärten anschließend 82 Prozent, der Mac sei eine „bessere oder die beste Erfahrung“ im Vergleich zu Windows gewesen. Und 86 Prozent (das wäre also eine Nase mehr) baten darum, ihren Mac behalten zu dürfen. Jetzt geht IBM mit weiteren 50 – 150 Mitarbeitern in die nächste Versuchsphase der angepeilten Mac-Migration.

Es gibt sogar eine interne Website „Mac@IBM“ und eine offizielle Gruppe von Mac-Benutzern innerhalb von IBM, die aus 930 Mitgliedern in 26 Ländern besteht. Sie wird „eine der größten und am schnellsten wachsenden Communities innerhalb von IBM“ genannt.

Das interne Dokument zum beschriebenen Pilotprogramm setzt klar auf eine Strategie, sich von der Abhängigkeit von Microsoft Windows zu lösen zugunsten einer heterogenen Cross-Platform-Zukunft:

„In Einklang mit IBMs externer Strategie, einen echten ‘Open Client’ anzubieten, könnte das Windows, Linux oder ein Mac sein. Research IS strebt an, einen IBM-Application-Stack für mehrere Betriebssysteme anzubieten, statt sich auf das eine oder andere einengen zu lassen.“

(Sylvie Barak/bk)

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